Die Amsel und die Nachtigall

FAIRändern_1_VOREines Tages setzte sich eine Amsel in den Baum, der dem Käfig der Nachtigall am nächsten stand. Lange hörte die Amsel einfach nur dem schönen aber traurigen Gesang der Nachtigall zu.
Dann fragte sie: „Warum ist Dein Gesang so traurig?“
Die Nachtigall erschrak ein wenig – noch nie ist sie von einem anderen Vogel angesprochen worden. Nachdenklich schüttelte sie leicht den Kopf: „Ich weiß es nicht. Ich habe ja alles. Ich habe ein schönes Zu Hause, ich habe immer genug zu essen und wenn es kalt ist, wird mein Käfig in das warme Haus gestellt.“
Die Amsel hüpft ein wenig näher und betrachtet den Käfig. Er ist sehr schön. Er ist recht groß und seine Stäbe leuchten golden in der Sonne. Es gibt Äste zum bequemen Sitzen, Moos für ein weiches Nest und genügend zu Essen. Aber die Gitterstäbe sind zu eng um hindurchzuschlüpfen. Dann gibt es noch eine große Tür, die mit einem einfachen Riegel verschlossen ist.
„Bist Du schon mal in den Himmel geflogen?“ Fragte die Amsel? „Wie kann ich denn in den Himmel fliegen? Nein, nur im Zimmer meiner Menschen fliege ich manchmal. Bist Du schon in den Himmel geflogen? Wie ist das da so?“
„Oh, es ist wunderschön, alles auf der Erde sieht so winzig aus. Du spürst den Wind unter deinen Flügeln und bist frei. Ok, Du musst schon etwas aufpassen, dass kein Raubvogel in der Nähe ist. Wenn Du in den Himmel fliegst, dann bist Du schwerelos. Du hast das Gefühl, die ganze Welt gehört Dir und Du kannst alles tun, was Dir so einfällt.“
„Ja, das klingt schön. Aber ist es nicht sehr gefährlich? Und hast Du auch so einen schönen Käfig wie ich?“
Die Amsel kichert leise. „Nein, ich habe keinen Käfig. Ich habe einen Tempel, manchmal liegen dort Edelsteine auf dem Boden, es gibt Spiegel, die sind so groß, dass Du deren Ende gar nicht sehen kannst. Und die Wände sind aus einem wunderschönen grün. Aber ja, manchmal ist es auch gefährlich. Aber so ist das Leben. Wenn Du lebst, dann gehst Du auch Risiken ein. Du kannst unglücklich landen und Dir Deinen Fuß oder gar einen Flügel verletzen. Da musst Du schon aufpassen. Genauso musst Du achtsam sein, damit Du nicht gefangen und gegessen wirst. Aber die anderen Vögel helfen Dir dabei – hör nur genau hin, sie warnen Dich vor Räubern.“
„Dann bist Du ja unermesslich reich – Edelsteine auf dem Boden, wo gibt es denn so etwas? Vor den Gefahren habe ich große Angst, da ist mir mein Käfig sehr lieb, er ist mir vertraut, er ist sicher, hier kann mir nichts passieren.“
Freundlich schaut die Amsel die Nachtigall an. „Ja, Deine Angst kann ich verstehen. Dennoch solltest Du einen Versuch wagen, einmal wirklich fliegen. Und Deine Artgenossen kennen lernen – hast Du keine Sehnsucht nach einem Partner?“
Die Nachtigall träumt mit offenen Augen „Einmal richtig fliegen.“ Gedankenverloren schaut sie aus ihrem goldenen Käfig und fragt sich, wie das wohl wäre, richtig fliegen. Und was hat die Amsel da von einem Artgenossen gesagt? Gibt es etwa noch andere Nachtigallen? Hier in der Gegend? Hatte sie nicht letztens einen Gesang gehört, der dem ihren ähnlich war? Sie hatte es für eine Sinnestäuschung gehalten. Aber wenn die Amsel davon sprach – sie könnte es ja wissen. „Wie meinst Du das mit Partner? Leben hier andere wie ich?“
„Ja, hast Du sie noch nie gehört? Es ist gar nicht weit von hier. Vielleicht hast Du sogar schon einmal eine gesehen.“ Die Amsel überlegt, wie sie die Sehnsucht der Nachtigall noch etwas mehr füttern kann. Ob sie ihr von ihren eigenen Erfahrungen berichten soll? Ob sie ihr davon erzählen soll, wie sich der Frühling anfühlt, wenn die Bäume und andere Pflanzen ihre Blüten öffnen und deren Duft köstlich die Luft erfüllt. Oder davon, was Liebe wirklich bedeutet? Soll sie ihr sagen, dass ihre Menschen sie nicht lieben? Denn würden sie sie lieben, würden sie sie doch nicht einsperren. Dass Liebe mehr bedeutet als Paarung und Kinderaufzucht. Dass die Liebe in allem steckt, was in der Natur kreucht und fleucht und wächst. Im kleinsten Käfer genauso wie in den großen Bäumen in denen es sich so himmlisch schlafen lässt. Dass Vogel sich natürlich ernähren muss, aber niemals ein anderes Tier einfach so töten darf, denn jedes Leben ist ein kleines Wunderwerk, welches sonst unwiederbringlich verloren geht. Dass es sogar Menschen gibt, die dies spüren und z.B. Regenwürmer von diesen vermaledeiten Straßen sammeln um sie wieder auf freiem Boden abzulegen.
Fragend schaut die Nachtigall die Amsel an.
„Was denkst Du gerade? Warum redest Du nicht mehr mit mir?“ Die Amsel entschuldigt sich. „Ich überlegte nur, wovon Du träumst? Was ist Dir wichtig, was möchtest Du mal tun?“
„Das sind schwierige Fragen. Ich kenne ja nichts anderes als meinen Käfig und das Zimmer. Ich weiß gar nicht wie das ist im Wind zu fliegen. Vielleicht würde ich das gerne einmal ausprobieren. Es wäre bestimmt auch interessant andere Nachtigallen kennen zu lernen. Könntest Du nicht mal welche mit hierherbringen?“
„Nein, die anderen Nachtigallen haben Angst vor den Menschen. Sie sind zwar nicht alle böse, aber das siehst Du ihnen nicht immer rechtzeitig an. Daher halten die meisten von uns Tieren lieber Abstand. Nur zu ganz wenigen Menschen, die wir lange beobachtet haben fliegen wir hin. Aber das Fliegen ausprobieren, das ist kein Problem. Ich kann Deinen Käfig öffnen und dann brauchst Du nur herauszukommen. Dann kann ich Dich auch zu den Anderen bringen.“
Zögernd hüpfte die Nachtigall auf die Stange vor der Tür. Unsicher beäugt sie den Riegel. „Du kannst diese Tür öffnen?“
„Du kannst sie sogar selber öffnen. Du musst es nur wollen. Du brauchst nicht darauf warten, dass jemand anderes Dein Leben lebt, Du kannst es selber tun. Du kannst Lieben, Leben, Lachen und verrückte Sachen machen! Wie meine Oma zu singen pflegte.“
„Lieben, Leben, Lachen – das klingt schön! Verrückte Sachen machen, ich weiß gar nicht, wie das geht?“
„Ach, das kommt schon ganz von allein, da mach Dir mal keine Sorgen, wenn Du erst mit einer dieser vier Feiern begonnen hast, dann folgen die anderen automatisch! Du kannst gar nicht Lieben ohne zu Leben oder zu Lachen. Und wenn Du erst Lebst, dann machst Du auch verrückte Sachen. Nur die, die lebendig tot sind, tun das nicht.“
Das Glitzern in den Augen der Nachtigall strahlt mittlerweile mit der Sonne um die Wette. Mit einem letzen Schritt geht sie auf die Tür zu und pickt entschlossen an dem Riegel herum. Schon lange hat sie ihre Menschen beobachtet und gesehen, wie er aufgeht. Nach wenigen Minuten – der Riegel ist gar nicht so leicht von innen zu öffnen – ist die Tür sperrangelweit offen. Nur noch ein kurzer Flug und sie sitzt neben der Amsel.
„Wer bist Du eigentlich? Und warum bist Du zu mir gekommen? Und was machen wir jetzt?“
„Lass uns ein paar Proberunden fliegen, dann zeige ich Dir, wo die anderen Nachtigallen leben. Ich bin Deine Seele und ich bin immer bei Dir. Ich bin Dein Herzklopfen, wenn Du von ihm träumst. Ich bin Deine Neugier, wenn Du den Blütenduft nur aus der Ferne riechst. Ich bin die Trauer in Deinem einsamen Gesang. Ich bin die Wut auf dieses falsche Gold. Ich bin die Sehnsucht nach dem Leben. Ich bin Deine Begleiterin bei all Deinen kommenden Abenteuern. Und ich werde Dich auffangen, wenn Du einmal stolperst oder wenn Du einen Traum verlierst. Ich werde mit Dir weinen, wenn Du traurig bist und werde mit Dir lachen, wenn Du fröhlich bist. Und nun komm. Lass uns gemeinsam unsere ersten Abenteuer bestehen.“

Liebe ist winzig klein und riesig groß

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Liebe ist nicht alles, aber ohne Liebe ist alles nichts.

Liebe kann Funken sprühen oder mit zarter Flamme leuchten. Sie ist manchmal laut und manchmal kaum hörbar. Sie ist immer da. Wir alle brauchen sie. Wir alle wollen sie. Und doch geben wir ihr zu wenig Raum. Wir haben Angst uns zu verlieren. Fürchten uns vor dem „was die anderen sagen“ und halten uns oft an die ungeschriebenen „Gesetze“.  Doch es tut sich etwas. Immer mehr von uns trauen sich, trauen sich zu leben und zu lieben. Denn Liebe ist so viel mehr. Sie ist das Lächeln im Gesicht wenn Du Deine Wuffiline (Hündin) beim schlafen betrachtest. Sie ist die Freude, wenn Deine Tomatenbabys ihr Köpfchen aus der Erde strecken. Sie ist das warme Gefühl, wenn Du ein Lachen in ein Kindergesicht zaubern konntest. Und auch die Trauer, wenn Du Dich auf irgendeine Weise verabschieden musstest. Sie ist der Halt in Deinem Leben, manchmal aber auch die Baumwurzel, die Dich stolpern läßt, wenn Du wieder verträumt die Baumwipfel betrachtest. Sie ist der Rythmus, mit dem Du mit musst. Sie ist der Sonnenaufgang, der Nebel, der Regen und die Sommerwärme. Liebe ist in Dir, wenn Du das tust, was Dir Freude macht. Egal, ob Du voller Begeisterung malst, musizierst oder schreibst, lebe das, was Du liebst und versuche Andere anzustecken, wer weiß, vielleicht weckst Du damit versteckte Talente? 🙂

Liebe ist unser wichtigstes Nahrungsmittel, nur mit Liebe leben wir. Liebe hat Verständnis, ist aber auch streng. „Nur wer nicht geliebt wird hasst“ (C.Chaplin) Liebe vesteht die Ursachen, akzeptiert aber keine faulen Ausreden. JedeR entscheidet sich jeden Tag neu. Das bedeutet auch, Du kannst Dich jederzeit umdrehen und Dich dem Leben zuwenden. Auch wenn dies manchmal schwer erscheint, Du hast vielleicht so viel Trauer in Deinem Herzen, so viele Enttäuschungen erlebt. Doch eines ist sicher, glücklich wirst Du nur mit Liebe, mit Liebe in Dir und mit Liebe, die Du verschenkst.

Stell Dir vor, alle Menschen würden freundlich zueinander sein. Stell Dir vor, wir Menschen würden achtsam mit Tieren und Pflanzen umgehen. Stell Dir vor überall wäre Frieden. Stell Dir vor, Dein Herz wäre so groß, dass Du die ganze Welt umarmen könntest. Stell Dir vor, Du bist ein kleiner Funken lebensspendender Wärme. Es ist Deine Entscheidung, jeden Tag.

Vielleicht kannst Du ein paar weitere Funken entzünden 🙂                                                                                                                                                                                                  Probiere es einfach mal aus!

 

 

 

Am 20. September zum Generalstreik! Fridays for Future!

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Wo ist Deine Veranstaltung? >>> Deutschlandkarte

Wir von FAIRändern e.V. unterstützen die Forderungen der Jugend von Fridays for Future (FFF) der Klimakrise endlich mit adäquaten Mitteln zu begegnen anstatt nur den schönen Worten zu frönen.

Die Klimakrise stellt für die Stabilität der Ökosysteme unseres Planeten und für Millionen von Menschen eine existenzielle Bedrohung dar. Eine ungebremste Erderwärmung ist eine enorme Gefahr für Frieden und Wohlstand weltweit. Mit anderen Worten: Wir stehen vor der größten ökologischen und sozialen Herausforderung der Menschheitsgeschichte.

Könnte der Mensch 500 oder gar 5000 Jahre alt werden, würde er all dies allein aufgrund seiner Erfahrungen und Erinnerungen begreifen können. Geschöpfe wie wir aber, müssen die nahe und ferne menschliche Vergangenheit studieren, um zu erkennen, welche Lebensweisen zukunftsfähig sind. Es liegt an uns.

Die entscheidenden Aufgaben, vor denen wir also stehen, bestehen darin, dass Wissen, das Geldvermögen und vor allem das soziale Kapital der Menschheit für die Vision einer nachhaltigen Welt einzusetzen, die Welt in eine Ökonomie der Dritten Revolution zu überführen und in eine kohlenstofffreie Ära. Z.B. mittels einer Gemeinwohlökonomie (GWÖ für ungeduldige) (GWÖfür weiter Interessierte).

Fridays For Future fordert die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°C Ziels. Explizit fordern wir für Deutschland:

  • Nettonull spätestens 2035 zu erreichen
  • Kohleausstieg bis spätestens 2030
  • 100% erneuerbare Energieversorgung bis spätestens 2035

Entscheidend für die Einhaltung des 1,5°C Ziels ist, die Treibhausgasemissionen so schnell wie möglich stark zu reduzieren. Deshalb fordern wir bis Ende 2019:

  • Das Ende der Subventionen für fossile Energieträger
  • mindestens 1/4 der Kohlekraft abschalten
  • Eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen. Der Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen muss schnell so hoch werden wie die Kosten, die dadurch uns und zukünftigen Generationen entstehen. Laut UBA sind das derzeit 180€ pro Tonne CO2

Weitere Infos auf: Fridays for Futur

Hintergrundinfos zu Klimathemen sowie aktuelle Nachrichten auf Klimareporter.de

Alle für das Klima – streiken am 20.09.2019

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Wir von FAIRändern unterstützen das Anliegen der Jugend zum Schutz des Klimas. Bereits seit einem Jahr gehen viele Schülerinnen und Schüler und auch StudentInnen wöchentlich auf die Straße um von der Politik Maßnahmen für den Klimaschutz einzufordern. Seitens der PolitikerInnen gibt es zwar zumeist Lob für die jungen Menschen aber dabei bleibt es dann auch. Hinreichend sinnvolle Maßnahmen sind bisher nicht in Sicht. Deswegen soll auch am 20. September wieder gestreikt werden. Insbesondere an diesem Tag sind auch die Erwachsenen dazu aufgefordert sich an dem Protest zu beteiligen. Die junge Generation kann die Welt nicht alleine retten.

In vielen Städten werden aktuell die konkreten Aktionen geplant – auch in Kassel wird etwas organisiert. Weitere Informationen wird es in Bälde hier geben:

#All­e­Fürs­Kli­ma

Wir danken den jungen Aktivisti herzlich für ihr Engagement und wünschen vielen Erwachsenen den Mut sich der Jugend anzuschließen. Denn es gibt nur einen Planeten Erde!

 

Hintergrundinfos – Links:

Einzelthemen:

– Die Ergebnisse des IPCC Reports zum Klima im Überblick (unten in englisch komplett):
—- Sonderbericht Klimawandel 2019 —-

– Der Einfluss des Menschlichen tuns (Verbrennung fossiler Rohstoffe) ist seit mindestens 60 Jahren bekannt:
—– Video: Die geheimen Machenschaften der Konzerne —–

– Es ist nicht fünf VOR 12 sondern schon viel später – wie Gefahren systematisch verschwiegen werden:
—– Verschwiegene Wahrheiten —–

– Die Subventionen gehen immer noch zu den fossilen Energieträgern – selbst wenn das rechtswidrig ist:
—– Entschadigungen für die Stilllegung voraussichtlich rechtswidrig —–

– Für EnglischleserInnen – der aktuelle IPCC Report:
—– IPCC Report 2019 —–

 

Helfer_innen für Spielnachmittage mit Flüchtlingskindern gesucht

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Unbeschwerte Momente für Flüchtlingskinder: Jeden Freitag ab 15 Uhr verbringen wir Zeit mit den Kindern in der Pommernanlage. Seit 2013 gibt es diese wöchentlichen Spielnachmittage, nun suchen wir neue Helfer und Helferinnen.

„Es macht richtig Spaß, Zeit mit den Kindern zu verbringen“ weiß Nadine und ergänzt: „Die Kinder geben einem unglaublich viel zurück“. Auch wenn manche anfangs eher ängstlich und scheu seien, fassen sie meist schon nach kurzer Zeit Vertrauen und laufen einem freudestrahlend entgegen. „Natürlich gibt es gelegentlich auch Streit unter den Kindern, wo man dazwischen gehen muss, da manche Vorurteile gegenüber Kindern aus anderen Kulturen haben“ erklärt Thomas.

Wichtig für die Kinder sei vor allem Regelmäßigkeit und die Abwechslung vom Alltag. Wir  organisieren neben den Spielnachmittagen auch regelmäßige Feiern etwa zu Weihnachten oder an Karneval. Um dies weiter zu gewährleisten, werden motivierte Helfer und Helferinnen gesucht, die Spaß an der Arbeit mit Kindern haben. Weitere Infos unter 05692 9948 431 oder info@fairaendern.org.

Tag der Erde 2019 in Kassel: Wir sind dabei!

tag der erde 2019

Am 28.04.19 ist es soweit: Der Tag der Erde in Kassel steht an!

Unser Verein wird auch in diesem Jahr mit einem Spendenmarkt teilnehmen, bei dem allerlei Kindersachen, Spiele und besondere Dekoartikel gegen eine kleine Spende mitgenommen werden können. Reinschauen und Stöbern lohnt sich. Damit nicht genug werden wir auch eine Auswahl an Saatgut ausstellen, die bei Bedarf ebenfalls erworben werden können!

Weitere Infos rund um den Tag der Erde gibt es hier:
http://umwelthaus-kassel.de/tag-der-erde/

Workshop „Kohle-Ausstieg selber machen“ am 01.12. in Kassel

In Berlin und Köln werden am selben Tag Demonstrationen für den Kohle-Ausstieg statt finden. In Kassel werden wir uns in einem Workshop mit dem Thema Kohle-Ausstieg auseinandersetzen.

Kohle-Ausstieg selber machen – Workshop

Am 01.12. von 14 bis 16 Uhr bietet der Verein FAIRändern e.V. im Umwelthaus Kassel in der Wilhelmstr. 2 einen Kurzworkshop zum Thema Kohle-Ausstieg an.

An diesem Nachmittag wollen wir gemeinsam das Thema Kohle-Ausstieg diskutieren.
Dies soll ein Einstieg in weitere Aktivitäten sein.
Wir überlegen: Wie kann der Kohle-Ausstieg gelingen?
Was können wir als Einzelne und als Gruppe tun, um den Kohle-Ausstieg zu beschleunigen?
Dies und mehr wollen wir am 01.12. besprechen.
Abschließend wollen wir schauen, was wir zukünftig als Gruppe in Kassel und Umgebung konkret für den schnellen Kohle-Ausstieg tun können.

Die TeilnehmerInnenanzahl ist begrenzt, daher bitten wir um eine Anmeldung bis Freitag, 30.11., 18 Uhr unter info@FAIRaendern.org.

Ich: Unersättlich?

Der Ressourcenverbrauch steigt und die Ausbeutung der Erde erreicht ungeahnte Maße. Doch was tue ich als Einzelner dagegen? „Zu wenig“ gesteht unser Autor und fragt sich: „Welche Alternativen gibt es“?

von Thomas Bölke

Schokolade. Mehr als ein Wort. Ein Genuss. Und einem dem ich nur schwerlich zu widerstehen vermag. „Teil es Dir ein“ sagt mir der Verstand mit Blick auf den Riegel vor mir. Doch nicht lange. Denn frohlockend schleicht sich der innere Schweinehund an, springt – die Gier siegt. Wie ein Raubtier sich über seine Beute hermacht, so erlege ich meine Schokolade. Was soll ich sagen? Menschen sind nun mal so: Sie nehmen, sie verspeisen. Jetzt und hier. Doch verhalte ich mich nicht im Großen wie im Kleinen? Fresse ich am Ende nicht bloß die Schokolade, sondern die ganze Erde auf? Ja, das tue ich!

Smarties

Mein Opa würde sich nun verwundert die Augen reiben, nannte er mich in Kindertagen doch immer liebevoll einen Verdörberling. „Junge iss mal was, damit was aus Dir wird“. So dünn wie ich sei, das könne auf Dauer nicht gutgehen. Es scheint als hätte ich seinen Rat ernst genommen. Zu ernst.

Oder verwechsle ich Ernst mit Dummheit? Weiß ich nicht insgeheim, dass ich über meine Verhältnisse lebe? Ein paar Zahlen vor Augen wird mir der ganze Irrsinn bewusst: In meinem Leben habe ich bisher rund 680 Tonnen Rohstoffe verbraucht, also jeden Tag gut 44,4 kg. Das ist der vom Umweltbundesamt berechnete Durchschnittswert in Deutschland. Auch beim Wasser sieht die Bilanz nicht viel besser aus. Hier liegt der tägliche Wasserfußabdruck für jeden Deutschen bei 3300 Litern. Das umfasst nicht nur Wasser zum Trinken und Kochen, sondern auch solches das in Lebensmitteln und anderen Produkten enthalten ist. Umgerechnet sind das 23,5 Badewannen. Wohlgemerkt: Täglich!

Anders ausgedrückt: Ich bin maßlos, ein nimmersatter Verzehrer der Erde – dabei sollte ich es besser wissen.

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Kohle-Ausstieg selber machen …

Wald abstrakt… das geht ganz einfach 😉

Denn auch Du kannst mehr tun als nur ein Kreuz alle vier Jahre.

Hier stellen wir mehrere Möglichkeiten vor selbst aktiv für unsere lebenswerte Gegenwart und Zukunft zu werden.

Mach es selbst und mach´s mit Spaß – bist Du Fußballfan? Dann freu Dich über die Tore, die Du schießt!

Der „Kohle-Ausstieg“ ist Teil der Energiewende. Derzeit nutzen wir mehr Energie als wir regenerativ herstellen können. Daher ist jede eingesparte Energie gute Energie. Das kann Strom sein, das kann aber auch Benzin sein. Also schau mal, was Dir möglich ist! Es werden immer nur einzelne Beispielseiten angezeigt, weitere Tipps kannst Du mit z.B. www.ecosia.de suchen.

Liebe das Leben: Geh mal wieder in den Wald oder an´s Meer, genieße die Natur, schau Dich um und erfreu Dich an der Schönheit des Lebens. Fühl die Kraft, die Dir die gute Luft gibt und fang an:

  1. Eine einfache Möglichkeit den Kohle-Ausstieg zu beschleunigen ist der Wechsel zu einem Ökostromanbieter
  2. Weiterhin ist es leicht, weniger Strom zu verbrauchen – einfach mal abschalten und z.B. einen Spaziergang machen 😉 Immer den Stand-By-Modus ausschalten. Und vieles mehr, siehe z.B. hier: https://www.co2online.de/energie-sparen/strom-sparen/strom-sparen-stromspartipps/strom-sparen-tipps-und-tricks/
  3. Mit dem Fahrrad zu fahren ist wesentlich gesünder als das Auto zu nutzen – für Deine Umgebung aber auch für Dich selber!
  4. Urlaub in Deutschland oder in einem Nachbarland – warum in die Ferne schweifen wenn das Gute liegt so nah? Flugzeuge zu meiden spart uneheimlich viel Energie. Siehe z.B. hier: https://www.atmosfair.de/de/fliegen_und_klima/flugverkehr_und_klima/klimawirkung_flugverkehr/
  5. Hoho und jetzt geht es ans Eingemachte: Deinen Magen! Wetten der freut sich über eine mehrheitlich pflanzliche Ernährung? Du musst ja nicht gleich komplett auf vegan umstellen. Wir sind alle Gewohnheitstiere, daher fällt es uns leichter, wenn wir FAIRänderungen nach und nach umsetzen. Frag mal Deine FreundInnen, was die so leckeres kochen. Ladet Euch gegenseitig zum Essen ein und probiert gemeinsam Neues aus. Eine hauptsächlich pflanzliche Ernährung spart Unmengen an Energie ein! Siehe z.B. hier: https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/1-kg-rindfleisch
  6. Und sicher ziehst Du Dich im Winter warm an. Denn die Zimmertemperatur um 1 ° C zu senken spart bereits 6 % Energie! Also nicht im T-Shirt den Winter rocken, sondern einfach mal nen Pulli drüber ziehen. Siehe z.B. hier: https://utopia.de/ratgeber/richtig-heizen-energiesparen/
  7. Lerne alte Traditionen kennen: Weißt Du, was ein Waschlappen ist? Nein, kein Mensch ohne Mumm. Sondern so etwas wie ein Handtuch nur viel kleiner und oft doppelt gelegt mit drei zusammengenähten Seiten. Die vierte, meist eine schmalere Seite ist offen. Dort kannst Du Deine Hand reinstecken. Wenn Du den Waschlappen vorher nass gemacht hast, kannst Du Dich jetzt damit waschen – so sparst Du enorme Mengen Wasser – und Energie, falls Du WarmduscherIn bist. Denn für das Erhitzen von Wasser braucht es viel Energie. Frag mal Deine Großeltern, die kennen diesen komischen Waschlappen sicher noch. Und sie werden Dir bestätigen, der funktioniert sehr gut. Deine Haut wird es Dir danken wenn Du nicht mehr täglich duschst.
  8. Jetzt wird es komisch – also zumindest für Deine NachbarInnen und BesucherInnen 😀 Es gibt auch ungewöhnlichere Möglichkeiten Energie zu sparen. Z.B. kannst Du im Sommer mit einem Solarbackofen backen und auch kochen. So einen Backofen kannst Du auch selber bauen, oder fertig kaufen. Such einfach mal mit Ecosia.de. Wetten, Du wirst öfter angesprochen wenn Du den rausstellst? – Der funktioniert nur draußen! Jetzt in der kälteren Jahreshälfte kannst Du Deine Wohnung auch ein wenig mit Sonnenwärme auftanken – zumindest wenn Deine Fenster direkte Sonne hereinlassen. Dann kannst Du einfach z.B. ein schwarzes Tuch so legen oder hängen, dass die Sonne drauf scheint – fühle den Unterschied.
  9. Genauso kannst Du auch im Winter die Wärme einsperren: Selbst wenn Du keine Wärmedämmung auf die Wände bringen kannst, so kannst Du doch dicke Vorhänge vor Deine Fenster und auch vor Deine Haustür hängen und dies sobald es dunkel wird zuziehen. Kleine Maßnahme aber ganz gute Wirkung.
  10. Selber machen: alles was wir selber machen braucht weniger Energie als wenn wir es fertig kaufen. Also kocht und backt mal wieder selbst – so von Anfang an – nicht nur Dose auf – in den Topf und Herd anstellen 😀 Noch besser ist natürlich, wenn Du auch das Gemüse und Obst selbst aufziehen kannst. Das geht auch zum Teil auf dem Balkon oder in gemeinsam genutzten Gärten oder auf gemeinsam genutzten Äckern.
  11. A propos Essen: regional und saisonal einkaufen spart auch Energie (Transport oder/ und Kühlung). Und besonders gut für die Natur und Dich ist Bio. Am Besten von einem der großen Bioverbände, denn deren Richtlinien sind besser als die des EU-Bio-Siegels. Der Bio-Anbau ist besser als ein Überraschungsei, da sind gleich mindestens 5 Vorteile im Paket mit drin: Bio ist gut für´s Klima, da keine energiefressenden Dünger und Pestizide eingesetzt werden und die Böden mehr CO2 speichern, Bio ist außerdem gut für die Artenvielfalt, Bio ist gut für´s Wasser und für die Luft und nicht zuletzt für Deine Gesundheit 🙂
  12. Stop Shopping! Denn kaufen macht NICHT glücklich, dafür wird für jedes Ding was produziert wird viel Energie gebraucht. Auch wenn die Werbeindustrie uns das weismachen will. Das einzige was das bringt ist noch mehr Zeug. Kauf bewusst ein. Und überleg erst, ob Du das wirklich brauchst. Evtl. kannst Du Dir ja auch etwas ausleihen. Oder 2.Hand kaufen. Oder tauschen. Such in der Stadt mal nach einem Umsonstladen, FAIRkaufhaus, Tauschring etc. Du wirst Dich wundern, welche Möglichkeiten es alles gibt 🙂
  13. Der ganz große Coup: Wenn Du Dich traust und andere sich auch trauen, dann gründet gemeinsam eine WG. Denn die ganz großen Energieverbraucher sind unsere viel zu großen Wohnungen. Je mehr m2 pro Kopf, desto höher der Energieverbrauch.
  14. Für die mit Kohle auf dem Konto. Natürlich kannst Du auch etwas Ablaßhandel treiben 😉 Wenn Du also Geld übrig hast, dann kannst Du diese entweder direkt in Erneuerbare Energien investieren (auf Deinem Dach oder auch andernorts) oder bei Banken anlegen, die anständig mit Deiner Kohle umgehen und diese nicht in Drecksgeschäfte investieren sondern z.B. in Erneuerbare Energien. Diese Banken findest Du im Internet.
  15. Das ist alles noch nicht genug? Hey, super! Wenn Du weitere Ideen hast, dann schreib sie uns gerne! Und wenn Du Dir selbst ganz konkrete Zahlen anschauen magst, dann schau doch mal hier bei der Vision einer 2000 Watt Gesellschaft: https://www.local-energy.swiss/programme/2000-watt-gesellschaft#/
  16. Du willst andere mitnehmen? Das wird ja immer besser! Dann sprich mit Deinen FreundInnen und Deiner Familie, frag sie, was sie bereits tun und ob da nicht noch mehr geht. Außerdem kannst Du Dein Wissen auch bei Veranstaltungen weitertragen. Frag mal bei dem lokalen Naturschutzverein nach, ob die nicht mal eine Veranstaltung zum Thema „Kohle-Ausstieg selber machen“ mit Dir organisieren wollen. Oder mach das einfach selber. Wenn Du Fragen hast, kannst Du uns auch einfach schreiben, gerne versuchen wir Dir weiterzuhelfen.

Sommerfest in der Pommeranlage

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In der Pommeranlage bei Gasterfeld gab es auch in diesem Jahr wieder viel zu sehen und zu erleben. Wir waren mit dabei. Für die Kleinen gab es Kinderschminken, Topfschlagen, Klettern, Basteln. Oder es konnten T-Shirts selbst gestaltet und bemalt werden. Ein großes Buffet gab es natürlich auch, wobei die Speisen von den Geflüchteten selbst zubereitet wurden. Viele landestypische Speisen wie etwa aus Syrien oder Somalia luden zum Probieren ein. Kurzum: Es war für jeden etwas dabei. Selbst das Wetter spielte in diesem Jahr mit, so dass der Himmel seine Schleusen erst öffnete als Tische und Bänke bereits abgebaut waren. Vielen Dank lieber Petrus! Unser Fazit: Schön wars!  ;o)

P.S. Dank der „tollen“ Datenschutzgrundverordnung gibts keine Fotos mehr mit erkennbaren Personen. Wäre ja auch noch schöner!