Die internationale Corona-Krise und ihre Folgen: Fragen und Beobachtungen

Der Corona-Virus ist in aller Munde, seine Folgen sind täglich zu spüren. Nicht nur in Deutschland. In dieser Zeit der Verunsicherung brauchen wir einerseits Fakten an denen wir uns orientieren können. Andererseits tauchen im Kontext der sich stetig beschleunigenden Nachrichten viele Fragen auf. Im Kleinen, im Großen. Wir wollen hier einige von ihnen aufwerfen und zum Nachdenken anregen. Sie haben weitere Anmerkungen oder kritische Fragen zum Thema? Dann schreiben sie uns einfach eine Mail an: info@fairaendern.org. Danke!

  • Wir befinden uns im Jahre 2020 n.Chr. Die ganze Sportwelt ist durch Corona ausgesetzt. Die ganze Sportwelt? Nein! Ein von acht unbeugsamen Schachspielern besetzter Ort namens Jekaterinburg hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. In einem dreiwöchigen Kandidatenturnier soll ein Herausforderer für den amtierenden Schachweltmeister Magnus Carlsen bestimmt werden.
  • Ein Jahr im Ausnahmezustand? Wie wird in dieser Zeit unser Leben aussehen? Was machen Freiheitsbeschränkungen die sonst nur im Kriegsfall ausgerufen werden mit Menschen?
  • Wann wird Notstand normal? Oder: Ob und Wann gewöhnen sich Menschen daran, solche drastischen Einschränkungen der Bürgerrechte auch in anderen Krisensituationen hinzunehmen?
  • Inwiefern stellt Corona die Freiheit liberaler Demokratien insgesamt auf die Probe? Installiert sich aufgrund der Krise durch die Hintertür ein Orwellscher Überwachungsstaat?
  • Stell Dir vor es herrschen weiterhin Ausgangsbeschränkungen und…… das Internet fällt aus!
  • Differenzierung ist gefragt: Wo hört seriöser Journalismus auf, wo fängt Panikmache in den Medien an?
  • Wie waren die realen Auswirkungen von Schweinegrippe und Vogelgrippe und in welcher Relation standen diese zur medialen Berichterstattung?
  • Stehen die getroffenen Maßnahmen in einem angemessenen Verhältnis zum Bedrohungspotential oder hätten sie deutlich früher beschlossen werden müssen?
  • Alles eine Frage der Statistik oder die Frage: Wie viele „Infizierte“ haben wir eigentlich?
  • (Un)Wort des Jahres: „Social Distancing“
  • Und über allem schwebt die Frage: Wird das Virus wird nun jedes Jahr auftauchen? Welche Herausforderung stellt das an unsere Gesellschaft?
  • Gibt es einen Zusammenhang zwischen den wiederkehrenden pandemieartigen Zoonosen und Massen-Tier-Haltung bzw. Fleischkonsum? Und was haben Epidemien mit der Zerstörung intakter Ökosysteme durch den Menschen zu tun?
  • Was wird nach Ablauf der Corona-Pandemie stärker ansteigen: Die Zahl der Geburten oder die der Scheidungen?
  • Nährt die Jeder-Staat-für-sich-Lösung inklusive Abschottung weiter nationalistische Ressentiments?
  • Was passiert, wenn die Tafeln über einen längeren Zeitraum flächendeckend schließen und was haben Hamsterkäufe damit zu tun?
  • Wird das in der Vergangenheit von Politikern stets wiederholte Argument etwas sei „nicht bezahlbar“ vom Coronavirus nicht Lügen gestraft?
  • Anstatt von Darlehen: Wäre diese Krise nicht die Chance – und sei es auch nur temporär – ein Bedingungsloses Grundeinkommen zu testen?
  • Corona machts möglich: Kostenloser ÖPNV für alle!?
  • Was hat Neoliberalismus mit einem überforderten Gesundheitssystem zu tun?
  • „Fun Fact“: Corona bald auch in Wolfhagen (Hessen)? Egal, sagt sich Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle: Wir schließen das Wolfhager Krankenhaus trotzdem. Aus Brandschutzgründen.
  • Plötzlich systemrelevant: Pfleger/innen und Verkäufer/innen. Wie war das noch mit einer fairen Entlohnung?
  • Was sagt uns das, wenn durch den Kollaps des Gesundheits-Systems alte Menschen in Spanien und Italien zum Sterben zurückgelassen werden?
  • Was passiert, wenn Corona die Flüchlingslager erreicht?
  • Sollte uns Corona nicht zu Denken geben im Hinblick auf die offenkundige Fragilität des weltweiten Handels? Ist dies der Anfang vom Ende der Globalisierung?
  • Inwiefern ist die Auslagerung und Zentralisierung vieler Werke z.B. für Medikamente bedenklich?
  • Droht durch den temporären Ausfall von Produktionsstätten ein verstärkter Engpass für Medikamente?
  • Wie werden sich die globalen Machtverhältnisse der Staaten in Folge der Krise verschieben?
  • Ein Zitat von Olaf Scholz, das man sich merken sollte: „Ich wende mich gegen jede dieser zynischen Erwägungen, dass man den Tod von Menschen in Kauf nehmen muss, damit die Wirtschaft läuft. Solche Abwägungen halte ich für unerträglich.“
  • Zeit für Solidarität heißt es von Bundespräsdident Frank-Walter Steinmeiser: Wann also werden die Sanktionen gegen den Iran oder Russland aufgehoben?
  • Verkehrte Welt: Die EU verweigert Italien finanzielle Hilfen wettert aber gleichzeitig China und Russland würden mit hohem propagandistschen Aufwand Italien mit Hilfsgütern versorgen.
  • Wird die bisher immer weiter expandierende Megamaschine aus Produktion und Konsumption zum Stillstand kommen?
  • Kollabiert das Wirtschaftssystem infolge von Corona und stürzt die Welt in eine neue Finanzkrise mit weiteren kaum abzuwägenden sozialen Verwerfungen?
  • Oder ist die Corona bedingte Krise vielleicht auch die Chance für eine echte sozial-ökologische Transformation hin zu einer gerechten und nachhaltigen Weltordnung?
  • Mensch vs Ökonomie: Maximales Eindämmen der Pandemie mit all seinen Einschränkungen oder den menschlichen Preis in Form von Toten zahlen, um die Wirtschaft mit allen Mitteln zu retten?
  • Karma? Hoteliers, die vor fünf Jahren Not und Elend von Kriegsflüchtlingen missbraucht haben, um mit völlig überhöhten Zimmerpreisen den Staat zu schröpfen, rufen nun selbst nach Hilfe.
  • Oder allgemeiner: Wird das Corona-Virus für manche Unternehmen nun zur Nemesis ihres egoistischen, nur auf maximalen Profit ausgerichteten Handelns?
  • Weniger Luftverschmutzung und Naturzerstörung dank Corona. Die Erde atmet auf. Vorerst.
  • Frühling 2020: Die Natur erwacht, der Mensch geht schlafen.
  • Entbürokratisierung: Plötzlich ist es sogar in Deutschland möglich, sich von zu Hause krank zu melden.
  • Wo würden wir als Menschheit heute stehen, hätten die Stimmen aus den Naturwissenschaften im Hinblick auf die Klimaerwärmung genauso ein Gewicht erhalten, wie in den jetzt geführten Diskussionen rund um die Corona-Krise?
  • Einschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie: Ein Vorgeschmack auf die Einschränkungen, welche im Rahmen der Klimaerwärmung notwendig werden?
  • Wird jeder von uns die Gelegenheit nutzen und sich fragen: Was brauche ich wirklich zum Leben?
  • Was, wenn die Einschränkungen sich als Befreiung vom „immer mehr“ entpuppen?
  • Selbst alte, im Römischen Reich bekannte Traditionen werden ausgesetzt: Händeschütteln in Zeiten von Corona? Nein, danke!
  • Schulfrei dank Corona: Endlich Zeit, dass zu lernen, was wirklich wichtig ist im Leben?
  • Werden die Menschen angesichts der Krise solidarisch zusammenrücken oder obsiegt das neoliberale Jeder-für-sich-Mantra? Verstärkt die Krise womöglich den Generationenkonflikt?
  • Inwiefern wird sich unser Einkaufsverhalten mit Blick auf Lebensmittel verändern? Alles nur noch online und bargeldlos?
  • Warum lassen die Airlines weiter ihre Flugzeuge starten, selbst wenn sie leer sind? Weil sie ihre Start- und Landebahnslots verlieren würden, sollte die Auslastung unter den vertraglich vereinbarten 80% Auslastung liegen.
  • Mitte Oktober 2019 wurde im Rahmen des „Event 201“ vom Johns Hopkins Center for Health Security in New York eine globale Pandemie simuliert, die ihren Ursprung in China haben sollte.
  • Und am Ende des Tages bleibt immer die Frage: Cui bono?

Videohinweise Klima, Gesellschaftssystem, Gutes Leben

Die Menschheit steht seit Jahrzehnten an einer Weggabelung. Der eine Weg führt unweigerlich in die Selbstauslöschung. Denn wir haben nur einen Planeten und die Ressourcen sowie die Giftaufnahmemöglichkeiten sind begrenzt.

Seit Jahrzehnten diskutieren wir, seither kennen wir die Lösungsansätze, setzen diese aber kaum um. Sowohl die Klimathematik als auch das Problem des 6. großen Artensterbens sind gut erforscht

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Wir brauchen einen sozial-ökologischen Umbau.

Damit können wir sowohl den verschiedenen ökologischen Krisen begegnen als auch die soziale Ungleichheit überwinden.

Nun schaut selbst:

1) Ulrike Herrmann und Fabian Scheidler: Die Krise des Kapitalismus und der sozial-ökologische Umbau

2) Wie wir unter 1,5 Grad bleiben

3) Wälder weltweit – Mit der Natur gegen den Klimawandel

Diese Sammlung ist nur ein klitzekleiner Ausschnitt aus einer großen Anzahl an wichtigen und hilfreichen Informationsmöglichkeiten.

Hier sind auch noch ein paar Hinweise zu interessanten Internetseiten:

a) Klimareporter

b) Sonnenseite

c) Videos von Jung&Naiv

Ich hoffe, Ihr schaut Euch das Eine oder Andere mal an und zieht aus dem neu gewonnenen Wissen Eure Konsequenzen.

Über hilfreiche Hinweise von Eurer Seite freue ich mich 🙂

 

Herzliche Grüße

Lina

 

Tag der Erde in Kassel – 26.04.2020

Am Sonntag, den 26.04.2020 findet wieder der jährliche Tag der Erde in Kassel statt.

Nähere Infos findet Ihr auf der Seite des Umwelthauses Kassel.

Auch wir werden dort wieder einen Spendenmarktstand aufstellen und freuen uns auf Euren Besuch, oder gerne auch über Eure Unterstützung.

Gerne könnt Ihr uns für diesen Tag auch noch besondere Sachspenden vorbeibringen. Am Tag der Erde bekommen wir jedes Jahr so viele Spendengelder, wie sonst in einem ganzen Monat im Spendenladen. Das Geld brauchen wir auch dringend, damit wir Miete und Strom bezahlen können 🙂

Auch im Spendenladen werden weiterhin helfende Hände gesucht. Ganz gleich, ob wöchentlich oder unregelmäßig. Es ist alles viel einfacher, wenn die Arbeit auf mehrere Hände verteilt werden kann.

Weitere Infos bekommt Ihr unter: info@FAIRaendern.orgIMG_1055

Es war einmal – das Leben

Momo beobachtet fasziniert das Spiel der Blüten im Wind. Sie wirbeln hin und her und scheinen weder oben noch unten zu kennen. Landet mal eine im eigenen Fell, so betrachtet und beschnuppert er sie. Ein klein wenig erinnern ihn die zarten Blüten an Schnee. Der tanzt auch so im Wind, sogar noch ein wenig zarter. Und landet mal eine Schneeflocke im Pelz, dann sieht er sie sich ebenso genau an. IMG_6897-3Vorausgesetzt hund macht nicht den Fehler und haucht die Flocke an, denn dann ist sie ratz fatz geschmolzen. Sobald sich eine ordentliche Schneedecke gebildet hat lässt es sich auch ganz famos darin herumtollen. Reinhüpfen und gespannt sein, wie tief es runtergeht. Bei einigen Schneeverwehungen ist Momo so tief in den Schnee geplumpst, dass er gar nicht mehr herausschauen konnte. Aber das machte gar nichts. Einfach etwas in die eine oder andere Richtung gebuddelt und schwupps kam die Sonne wieder zum Vorschein.

Wo nur Lana blieb? Die beste Freundin von Momo ist eine Katze. Sie kennen sich schon lange, bestimmt schon ein Jahr. Und er versteht gar nicht, weshalb einige Hunde keine Katzen mögen. Diese kleinen Schnurrer mit dem aufgestellten Schwanz sind so vielseitig, sie können sogar auf Bäume klettern. Das ist doch total genial, das würde er auch gern können. Ganz heimlich hatte er das auch schon einmal ausprobiert, ist aber nicht sehr weit gekommen. Zu seinem Bedauern musste er feststellen, dass seine Krallen zwar formidabel zum buddeln geeignet sind, aber leider rein gar nicht zum auf Bäume klettern.

Da, da kam sie endlich anstolziert die feine Dame. Wo sie sich wohl so lange aufgehalten hat? Bestimmt wird Lana alles haarklein berichten. Sie erzählt ja ganz gerne. Fast so gerne, wie er selbst. Dieses Mal wollte er anfangen zu erzählen. Sie hatten ja eine Absprache, dass sie immer abwechselnd mit dem Erzählen anfangen. Und er hatte doch wirklich etwas ganz Besonderes zu berichten. Denn er war mit seinem Frauchen im Urlaub gewesen. Das war ganz weit weg. Dort konnte selbst er nicht zu Pfote hinlaufen. Und das obwohl er doch so schnell laufen konnte! Sein Frauchen sagte immer: „Du spinnst ja, Du kannst doch nicht 30 km/h laufen“ – was auch immer das bedeuten möge. Jedenfalls ist das so schnell, dass die Menschen selbst mit dem Fahrrad nicht hinterherkamen – es sei denn, es ging bergab. Da sind Räder dann doch schneller als wieselflinke vier Pfoten.

„Hallo Lana, wie geht es Dir? Hast Du gut gegessen? Du hast da noch etwas in Deinem Schnurrhaar“ – Momo liebte es Lana zu necken, natürlich war kein Krümelchen in ihren Schnurrhaaren, so reinlich wie sie ist. Nach jeder Mahlzeit – und auch zwischendurch – putzt sie sich ausgiebig und hat immer ein strahlend schönes Fell. Lana schaut ihn misstrauisch an – „Du lügst, im Gegensatz zu Dir bin ich frisch gewaschen“ – vorsichtshalber lugt sie dennoch auf ihre Schnurrhaare und natürlich, auch die sind picobello sauber. ´Na warte“, denkt sie sich, ´das werde ich dir heimzahlen, später´ und überlegt sich, wie sie ihren besten Freund zurück necken kann. Aber das hat Zeit. Erst einmal wollen sie sich ausgiebig begrüßen, schließlich haben sie sich sehr lange nicht gesehen. Angeblich wären es zwar nur ein paar Tage gewesen wie die Menschen so sagen, aber ihnen kam es unendlich lang vor.

So schnurrt Lana um Momos Kopf herum und streicht mit ihrem seidenweichen Schwanz an seinem Gesicht entlang. Momo beschnuppert Lana ausgiebig und versucht zu erraten, was sie als letztes gegessen hat. Essen, das ist nämlich fast das wichtigste für einen Hund. Ganz ungeduldig wartet er nun darauf, dass er endlich erzählen kann. Das geht aber erst nach dem alten Begrüßungszeremonial, alles andere wäre unhöflich gewesen. Und unhöflich ist er nicht, er doch nicht.

Nun endlich haben sie sich wieder kennen gelernt (so nennen sie ihre Begrüßung) und die Katze setzt sich erwartungsvoll vor ihn. „Nun, dann erzähl mal“. Vor Aufregung fängt Momo kurz an zu stottern und beginnt die Geschichte mittendrin. „Wi, wi, wir – ähm, wir waren am Seen, ähm, nein, an ganz vielen Seen“. Lana wundert sich: „Du magst doch gar kein Wasser, dachte ich“. Ja, das stimmt, er schwamm nicht so leidenschaftlich wie sein Mitbewohner Pico. Der springt in jeden Teich und will dort drin Stöckchen jagen. ´Brrr, schüttel´, total unverständlich, und das sogar, wenn es schon herbstkalt war. Nein, er ist mehr der Läufer und weniger der Schwimmer, da hat Lana schon ganz recht. „Wir sind darum herum gelaufen – also ich bin gelaufen, Frauchen und das Frauchen von Charlie sind mit dem Rad gefahren, Charlie ist auch gelaufen, manchmal sogar schneller als ich.“ „Wer ist denn Charlie“ fragt Lana mit einem Anflug von Eifersucht. „Charlie ist eine total coole Socke, die hat vor niemandem Angst und ist immer frech – aber nett frech. Sie ist die Hündin von Jona, der Freundin vom Frauchen. Und wir beide hatten richtig viel Spaß – einmal haben wir sogar gemeinsam einen großen Dobermann geärgert. Also, wir haben es zumindest versucht, aber der war so lässig, der hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Dann haben wir aufgegeben und uns etwas mit ihm unterhalten. Er ist schon ziemlich alt und hat schon sehr viel erlebt, da meint er, er lasse sich nun nicht mehr aus der Ruhe bringen. Das ist glaube ich eine gute Strategie, dann regt man selbst sich auch nicht so auf.“

Lana schüttelt leicht mit dem Kopf, sie hat noch nie verstanden, warum diese Hunde so oft verrückt werden, wenn andere Hunde vorbeikommen. Nicht immer ist das so, aber schon recht oft. Wenn sie sich jedes Mal so aufregen würde, wenn sie eine andere Katze sehen würde, sie würde niemals schlafen können. Und dabei schläft sie doch so gern. Aber was solls, Hunde sind Hunde, Katzen sind Katzen und auch unter ihren Artgenossen sind ein paar sehr merkwürdige Exemplare zu finden. Meist sind es ja die Kerle, die sich gegenseitig so lange und lautstark provozieren, bis einer dann dem anderen eine Backpfeife verpasst. Und zack geht die Keilerei so richtig los. Was ein Getöse. Oft zieht sie sich dann zurück und sucht sich ein ruhigeres Plätzchen, sollen die Jungs sich nur gegenseitig blutig beißen, das ist nicht ihr Problem und imponieren kann mann ihr damit sowieso nicht.

Momo schaut seine Freundin an „Bist Du noch da? Hörst Du mir eigentlich zu?“ Lana räuspert sich „Hm, ja, natürlich, wem denn sonst. Ich hab nur grade an Baghira gedacht, der könnte auch mal gelassener werden“. Momo interessiert sich gerade gar nicht für Baghira, den wilden schwarzen Straßenkater mit dem Riss im Ohr. Er möchte gern weiter erzählen und damit in seinen Erinnerungen schwelgen. Und er möchte, dass Lana ihm zuhört, dass macht man unter FreundInnen so. Nun scheint sie ihm auch wieder ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken und schaut ihn erwartungsvoll an.

„Ja, also. Eigentlich fing es ja damit an, dass Frauchen und ich zum Zug gefahren sind. Ich dachte ja, das wird wieder eine ganz normale Fahrradtour, wie sonst auch. Nur hat Frauchen dieses Mal so viele Sachen ans Fahrrad gebunden. Hinter ihr waren links und rechts vom Rad je eine Tasche und dazwischen – sozusagen auf dem Rad – war auch irgendwas. Und dann hatte sie auch noch so ein anderes Ding auf Rädern an das Fahrrad drangehängt. Das hat mich etwas erschreckt, weil das nicht genau so fuhr wie das Fahrrad, das bewegte sich manchmal anders. Und manchmal rumpelte und klapperte es. Zum Glück hab ich das Ding vorher schon mal etwas kennen gelernt. Frauchen hat mich sogar mal reingesetzt, das ist wie ein riesiges Körbchen.“

Lana kichert – Momo ist so klein, für den ist fast alles riesig, er ist gerade einmal ein klein wenig größer als sie selbst. Nur, dass sie von sich überzeugt ist eine ganz Große zu sein. Sie nimmt es im Notfall auch mit dem größten Hund auf. Aber die Hunde haben vor ihr sowieso so einen großen Respekt, dass das nie notwendig ist. Außerdem weiß sie ja auch, dass eine friedliche Lösung von einem Streit immer besser ist als eine kämpferische. Aber vielleicht ist es ganz gut, so ein Selbstbewusstsein auszustrahlen. Denn selbst fremde Hunde verhalten sich ihr gegenüber freundlich oder zurückhaltend.

Momo und das riesige schwarze wackelige Körbchen

Der Tag, an dem Momo in den Fahrradanhänger gesetzt wurde, war ein sonniger Frühlingstag und er durfte wieder mit dem Fahrrad um die Wette laufen. Nur irgendwie war das Rad an diesem Tag nicht so schnell. Das muss wohl an diesem komischen Anhänger gelegen haben. Zuerst fuhren bzw. liefen sie wie immer eine der gewohnten Strecken entlang. Nach ein paar Kilometern aber nahm das Frauchen Momo in den Arm und zeigt auf den Anhänger. Dort drin lagen gemütlich aussehende Kissen. Aber wer will sich schon hinlegen, wenn hund rennen kann? Momo verstand nicht, was das Ganze sollte. Sein Frauchen aber warf ein paar Leckerchen auf die Kissen und setzte ihn vorsichtig in das Ding. Uh, das wackelte etwas. Momo war das nicht geheuer und er sprang trotz der verlockend duftenden Leckereien schnell wieder hinaus. Sein Frauchen nahm ihn ein zweites Mal auf den Arm und redete mit ihm. Dumm nur, dass weder er sie noch sie ihn verstand. Das ist schon schwierig mit diesen Fremdsprachen, Kätzisch war da leichter zu verstehen als die Menschensprache. Nur einige Laute waren eindeutig, so etwas wie „Essen“, „Gassi“ oder „Stopp“, das verstand er. Und die Menschen schienen zu verstehen, wenn er Hunger hatte oder dringend mal auf´s Gras musste. Aber sonst…

„Nun ja, so war das mit dem Kennen lernen des großen Dings. Aber zum Glück hat mich Frauchen nicht wieder dort reingesetzt. Da lag ja auch ganz viel Anderes drin. Zum Beispiel mein Futternapf. Jedenfalls fuhren beziehungsweise liefen wir damit in die Stadt. Und dort dann zum Zug. Den kannte ich noch nicht. Das ist wie ein Bus nur viiiiiiel größer, vor allem länger. Das wackelt da auch nicht so furchtbar wie im Bus. Zum Glück, denn das macht mir etwas Angst.“

Vor Lana kann Momo ruhig zugeben, dass er vor manchen Dingen Angst hatte. Sie ist ja seine beste Freundin und sie mag diese lärmenden Ungetüme mit denen sich die meisten Menschen fortbewegen auch nicht. Und so erzählt er weiter von dem großen Abenteuer, das sein Frauchen „Urlaub“ genannt hat. Er erzählt, wie sie mit dem Zug gefahren sind und sein Frauchen manchmal Probleme hatte, das Fahrrad mit dem großen Körbchen hinten dran in den nächsten Zug zu bekommen. Sie mussten nämlich mehrmals von einem in den anderen Zug steigen anstatt einfach mit dem einen Zug weiterzufahren – da verstehe einer die Menschen. Und nach vielen Stunden – ihm kam es vor wie ein paar Tage – stiegen sie aus und endlich nicht mehr in einen anderen Zug wieder ein. Nun konnte es wohl endlich losgehen.

Lana streckt sich und räkelt sich „Ich glaube es ist Essenszeit, meinst Du nicht auch?“. Tatsächlich, über das erzählen hat Momo die Zeit und sogar seinen knurrenden Magen vergessen. Nun muss er schnell nach Hause und schauen, ob sein Futternapf schon gefüllt ist oder ob er sein Frauchen wieder daran erinnern muss.

„Ja, Du hast Recht, schade, nun konnte ich Dir gar nicht von den Abenteuern erzählen. Dann vielleicht morgen, wir sehen uns ja auf jeden Fall bald wieder. Guten Appetit“ verabschiedet er sich von seiner Freundin und hofft, dass er ihr schon morgen weiter von seinen Erlebnissen berichten kann. Aber bei Lana weiß hund nie so genau. Denn sie ist manchmal tagelang nicht zu sehen. Außerdem ist sie das nächste Mal mit erzählen dran. Oh wei. Wie soll er das bloß aushalten, so lange seine Erzählungen für sich zu behalten? Oder soll er doch mal mit seinem Mitbewohner reden, vielleicht interessiert den ja auch, was er so erlebt hat?

Fortsetzung folgt, vllt.

29.02.2020 Tag der offenen Tür im Spendenladen

Am Samstag, den 29. Februar lädt der Spendenladen Wolfhagen ab 10 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Neben selbstgemachten Waffeln und Tee wird auch die 3-Teile-Regel für einen Tag aufgehoben. Das heißt: Bis auf Sonderexponate darf jeder Besucher gegen eine selbstbestimmte Spende so viel mitnehmen, wie er oder sie möchte. Das Angebot reicht von Haushaltswaren über Spielwaren bis hin zu Dekoartikeln, CD´s und Büchern. Kurzum: Ob für Groß oder Klein, es ist für jeden etwas dabei. Bei gutem Wetter wird der Spendenladen bis 16 Uhr geöffnet sein, ansonsten bis 13 Uhr.

Gemeinsam sind wir stark

Wir alle wissen es: Wir müssen uns FAIRändern, damit eine Zukunft für uns, unsere Kinder und unsere weiteren Nachfahren möglich ist.

Family_22Dennoch handeln wir zu wenig oder sogar gar nicht. Wie kann das sein? Sind wir alles Schlechtmenschen? Oder trauen wir uns einfach zu wenig zu? Welche Möglichkeiten zu handeln haben wir eigentlich?

Nein, es gibt keine einfachen Antworten. Und die eine oder andere Antwort „könnte die Bevölkerung verunsichern“ wie einst ein Politiker (in einem anderen Zusammenhang) so treffend formulierte.

Fest steht, der Weg, den wir zu gehen haben, wird nicht leicht sein. Aber je länger wir abwarten, desto anstrengender wird der Weg werden. Das ist wie im Sport. Versuch mal aus dem Stehgreif einen Marathon zu laufen. Besser ist es, wenn Du rechtzeitig mit dem Training anfängst…

Wieso tun wir, was wir tun, bzw. tun nicht das, was wir tun müssten?
Bitte nimm Dir etwas Zeit – gerne gemeinsam mit Anderen – und schau Dir dieses Video von Harald Lesch an. Hier bekommst Du auf die genannte Frage Antworten: Warum tun wir nicht was wir sollten?

Sind wir schlechte Menschen? Oder warum handeln wir eigentlich schlecht? Was macht uns aus – das Geld? Hierzu ein Zitat von dem Hirnforscher Gerald Hüther: „… Was ist es, was dich glücklich macht? Wenn ich viel Geld habe.“ Und was machst du mit dem vielen Geld? „Damit kaufe ich mir eine Segeljacht.“ Und was hast du damit vor? „Dann fahr ich umher.“ Wie viele Jahre möchtest du gern umherfahren?

Dann fängt er an nachzudenken, denn er möchte nicht sein ganzes Leben auf der Segeljacht fahren – was ich damit zeigen will: In diesen Befragungen müssen Sie immer weiterfragen. Am Ende wird die Person erkennen, dass sie nur glücklich sein kann, indem sie auf eine Art und Weise lebt, dass andere Lebewesen auch leben können. Es geht gar nicht anders. …“ Aus dem Artikel der Sonnenseite.  Wir sind die Person, die wir sein wollen. Und im Grunde wollen wir alle glücklich sein und glücklich sein können wir nur, wenn wir gut zueinander sind. Somit sind wir tief in unserem Herzen alle Gutmenschen 🙂 Wir müssen es nur zulassen!

Trauen wir uns zuwenig zu? Ja! Viele von uns haben von klein auf gelernt, dass sie fehlerhaft sind. Auch dazu gibt es ein interessantes Zitat von Gerald Hüther: “ … „Wenn wir behaupten, Kinder müssten erzogen werden, unterstellen wir ja, dass sie als fehlerhafte Menschen zur Welt kommen und richtig gemacht werden müssten“, sagt Michael Hüter. Das Gegenteil sei jedoch der Fall. „Kinder kommen als soziale, hochbegabte Wesen zur Welt. Die Probleme entstehen erst dann, wenn Erwachsene versuchen, sie zu verändern.“ …“ Erziehung

Dies sind nur Ausschnitte aus einer Vielzahl an Artikeln zu diesen Themen. Ich denke, sie zeigen aber schon ganz gut, wie die gestellten Fragen beantwortet werden können.

Nun noch zu der Frage, was können wir tun?
Dies ist womöglich die schwierigste Frage, denn einerseits gibt es zwar viele Möglichkeiten selbst etwas zur FAIRänderung beizutragen, andererseits aber ist die Frage „Reicht das?“ durchaus berechtigt. Doch wenn alle darauf warten, dass schon jemand anderes anfängt, wird nie etwas passieren.

Daher der Aufruf an Dich: Fang an – jetzt sofort! Suche Dir MitstreiterInnen und leg los. Egal, ob Du damit beginnst, Deinen eigenen Lebensstil zu FAIRändern, oder ob Du Dich in Deinem Wohnort für mehr Natur einsetzt, ob Du Dein Auto abschaffst und stattdessen mit dem Rad fährst oder ob Du Dich politisch für unser aller Zukunft einsetzt, fang einfach an. Der erste Schritt ist oft der Schwerste, wenn Du den gegangen bist, dann geht es fast wie von alleine weiter 🙂

Die Verlinkungen sind nur Beispiele, naturgemäß sind sie nicht unparteiisch ausgewählt 🙂 Jede und jeder kann sich auch selbst informieren und selbst entscheiden, was ihr oder ihm gut gefällt. Ich hoffe, Dir mit diesen Hinweisen ein paar Anregungen geben zu können und freue mich auch über Deine Rückmeldung:

Gern kannst Du mich anschreiben: info@fairaendern.org

Weitere Hinweise zu interessanten Artikeln oder Webseiten werden folgen.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne*

* ist ein Zitat, leider weiß ich grad nicht von wem – wer hilft mir da weiter? 🙂

pb

Jeder Anfang beginnt mit einer Idee, einem Traum, einer Phantasie, einem Gedanken, vielleicht nur einem Wort. Jeden Tag kann ein neuer Anfang gemacht werden.

Viele Menschen nehmen den Jahreswechsel zum Anlass über ihr Leben nachzudenken und darüber, was sie FAIRändern möchten.
Der Möglichkeiten gibt es viele – träum Dich doch einfach mal hinein. Stell Dir vor, Du hättest die FAIRänderung bereits umgesetzt. Wie fühlst Du Dich damit? Was ist damit anders? Ist es so gut, oder doch lieber etwas variieren?

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Geh hinein in diesen Zauber, koste ihn aus, lass ihn auf Deiner Zunge zergehen und leite ihn zu Deinem Herzen. Geh achtsam damit um. Zauber sind immer auch zerbrechlich. Und scheu. Wenn Du sie nicht beachtest, fliegen sie wieder davon. Deswegen lass die Tür zu Deinem Herzen immer mindestens einen Spalt breit geöffnet. Zauber brauchen keine breiten Durchgänge, sie wollen aber willkommen sein. Wenn Du sie in Dein Herz läßt und ihnen einen warmen Platz anbietest, bleiben sie vielleicht ein wenig länger. Zauber finden Dich am besten in Deinen Träumen. Wenn Deine Phantasie Purzelbäume schlägt und Dein Herz Achterbahn fährt, dann kann es gut passieren, dass ein Zauber vorbeischaut und sich über Deine Lebendigkeit freut. Das Lebendige zieht sie an. Nicht nur das wilde Lebendige, auch das Ruhige. Wenn Du ihn aller Ruhe eine Blüte betrachtest oder den Sonnenuntergang beobachtest, wenn Du in Deiner Hängematte liegst oder auf der Schaukel sitzt, immer dann hast Du gute Chancen Besuch zu bekommen. Du brauchst es nur zulassen.

Komm gut in das neue Jahr! Bei Kerzenschein und schöner Musik. Bleib (oder werde) gesund und munter.

Sei frei und wild und wunderbar (Astrid Lindgreen).

Die Amsel und die Nachtigall

FAIRändern_1_VOREines Tages setzte sich eine Amsel in den Baum, der dem Käfig der Nachtigall am nächsten stand. Lange hörte die Amsel einfach nur dem schönen aber traurigen Gesang der Nachtigall zu.
Dann fragte sie: „Warum ist Dein Gesang so traurig?“
Die Nachtigall erschrak ein wenig – noch nie ist sie von einem anderen Vogel angesprochen worden. Nachdenklich schüttelte sie leicht den Kopf: „Ich weiß es nicht. Ich habe ja alles. Ich habe ein schönes Zu Hause, ich habe immer genug zu essen und wenn es kalt ist, wird mein Käfig in das warme Haus gestellt.“
Die Amsel hüpft ein wenig näher und betrachtet den Käfig. Er ist sehr schön. Er ist recht groß und seine Stäbe leuchten golden in der Sonne. Es gibt Äste zum bequemen Sitzen, Moos für ein weiches Nest und genügend zu Essen. Aber die Gitterstäbe sind zu eng um hindurchzuschlüpfen. Dann gibt es noch eine große Tür, die mit einem einfachen Riegel verschlossen ist.
„Bist Du schon mal in den Himmel geflogen?“ Fragte die Amsel? „Wie kann ich denn in den Himmel fliegen? Nein, nur im Zimmer meiner Menschen fliege ich manchmal. Bist Du schon in den Himmel geflogen? Wie ist das da so?“
„Oh, es ist wunderschön, alles auf der Erde sieht so winzig aus. Du spürst den Wind unter deinen Flügeln und bist frei. Ok, Du musst schon etwas aufpassen, dass kein Raubvogel in der Nähe ist. Wenn Du in den Himmel fliegst, dann bist Du schwerelos. Du hast das Gefühl, die ganze Welt gehört Dir und Du kannst alles tun, was Dir so einfällt.“
„Ja, das klingt schön. Aber ist es nicht sehr gefährlich? Und hast Du auch so einen schönen Käfig wie ich?“
Die Amsel kichert leise. „Nein, ich habe keinen Käfig. Ich habe einen Tempel, manchmal liegen dort Edelsteine auf dem Boden, es gibt Spiegel, die sind so groß, dass Du deren Ende gar nicht sehen kannst. Und die Wände sind aus einem wunderschönen grün. Aber ja, manchmal ist es auch gefährlich. Aber so ist das Leben. Wenn Du lebst, dann gehst Du auch Risiken ein. Du kannst unglücklich landen und Dir Deinen Fuß oder gar einen Flügel verletzen. Da musst Du schon aufpassen. Genauso musst Du achtsam sein, damit Du nicht gefangen und gegessen wirst. Aber die anderen Vögel helfen Dir dabei – hör nur genau hin, sie warnen Dich vor Räubern.“
„Dann bist Du ja unermesslich reich – Edelsteine auf dem Boden, wo gibt es denn so etwas? Vor den Gefahren habe ich große Angst, da ist mir mein Käfig sehr lieb, er ist mir vertraut, er ist sicher, hier kann mir nichts passieren.“
Freundlich schaut die Amsel die Nachtigall an. „Ja, Deine Angst kann ich verstehen. Dennoch solltest Du einen Versuch wagen, einmal wirklich fliegen. Und Deine Artgenossen kennen lernen – hast Du keine Sehnsucht nach einem Partner?“
Die Nachtigall träumt mit offenen Augen „Einmal richtig fliegen.“ Gedankenverloren schaut sie aus ihrem goldenen Käfig und fragt sich, wie das wohl wäre, richtig fliegen. Und was hat die Amsel da von einem Artgenossen gesagt? Gibt es etwa noch andere Nachtigallen? Hier in der Gegend? Hatte sie nicht letztens einen Gesang gehört, der dem ihren ähnlich war? Sie hatte es für eine Sinnestäuschung gehalten. Aber wenn die Amsel davon sprach – sie könnte es ja wissen. „Wie meinst Du das mit Partner? Leben hier andere wie ich?“
„Ja, hast Du sie noch nie gehört? Es ist gar nicht weit von hier. Vielleicht hast Du sogar schon einmal eine gesehen.“ Die Amsel überlegt, wie sie die Sehnsucht der Nachtigall noch etwas mehr füttern kann. Ob sie ihr von ihren eigenen Erfahrungen berichten soll? Ob sie ihr davon erzählen soll, wie sich der Frühling anfühlt, wenn die Bäume und andere Pflanzen ihre Blüten öffnen und deren Duft köstlich die Luft erfüllt. Oder davon, was Liebe wirklich bedeutet? Soll sie ihr sagen, dass ihre Menschen sie nicht lieben? Denn würden sie sie lieben, würden sie sie doch nicht einsperren. Dass Liebe mehr bedeutet als Paarung und Kinderaufzucht. Dass die Liebe in allem steckt, was in der Natur kreucht und fleucht und wächst. Im kleinsten Käfer genauso wie in den großen Bäumen in denen es sich so himmlisch schlafen lässt. Dass Vogel sich natürlich ernähren muss, aber niemals ein anderes Tier einfach so töten darf, denn jedes Leben ist ein kleines Wunderwerk, welches sonst unwiederbringlich verloren geht. Dass es sogar Menschen gibt, die dies spüren und z.B. Regenwürmer von diesen vermaledeiten Straßen sammeln um sie wieder auf freiem Boden abzulegen.
Fragend schaut die Nachtigall die Amsel an.
„Was denkst Du gerade? Warum redest Du nicht mehr mit mir?“ Die Amsel entschuldigt sich. „Ich überlegte nur, wovon Du träumst? Was ist Dir wichtig, was möchtest Du mal tun?“
„Das sind schwierige Fragen. Ich kenne ja nichts anderes als meinen Käfig und das Zimmer. Ich weiß gar nicht wie das ist im Wind zu fliegen. Vielleicht würde ich das gerne einmal ausprobieren. Es wäre bestimmt auch interessant andere Nachtigallen kennen zu lernen. Könntest Du nicht mal welche mit hierherbringen?“
„Nein, die anderen Nachtigallen haben Angst vor den Menschen. Sie sind zwar nicht alle böse, aber das siehst Du ihnen nicht immer rechtzeitig an. Daher halten die meisten von uns Tieren lieber Abstand. Nur zu ganz wenigen Menschen, die wir lange beobachtet haben fliegen wir hin. Aber das Fliegen ausprobieren, das ist kein Problem. Ich kann Deinen Käfig öffnen und dann brauchst Du nur herauszukommen. Dann kann ich Dich auch zu den Anderen bringen.“
Zögernd hüpfte die Nachtigall auf die Stange vor der Tür. Unsicher beäugt sie den Riegel. „Du kannst diese Tür öffnen?“
„Du kannst sie sogar selber öffnen. Du musst es nur wollen. Du brauchst nicht darauf warten, dass jemand anderes Dein Leben lebt, Du kannst es selber tun. Du kannst Lieben, Leben, Lachen und verrückte Sachen machen! Wie meine Oma zu singen pflegte.“
„Lieben, Leben, Lachen – das klingt schön! Verrückte Sachen machen, ich weiß gar nicht, wie das geht?“
„Ach, das kommt schon ganz von allein, da mach Dir mal keine Sorgen, wenn Du erst mit einer dieser vier Feiern begonnen hast, dann folgen die anderen automatisch! Du kannst gar nicht Lieben ohne zu Leben oder zu Lachen. Und wenn Du erst Lebst, dann machst Du auch verrückte Sachen. Nur die, die lebendig tot sind, tun das nicht.“
Das Glitzern in den Augen der Nachtigall strahlt mittlerweile mit der Sonne um die Wette. Mit einem letzen Schritt geht sie auf die Tür zu und pickt entschlossen an dem Riegel herum. Schon lange hat sie ihre Menschen beobachtet und gesehen, wie er aufgeht. Nach wenigen Minuten – der Riegel ist gar nicht so leicht von innen zu öffnen – ist die Tür sperrangelweit offen. Nur noch ein kurzer Flug und sie sitzt neben der Amsel.
„Wer bist Du eigentlich? Und warum bist Du zu mir gekommen? Und was machen wir jetzt?“
„Lass uns ein paar Proberunden fliegen, dann zeige ich Dir, wo die anderen Nachtigallen leben. Ich bin Deine Seele und ich bin immer bei Dir. Ich bin Dein Herzklopfen, wenn Du von ihm träumst. Ich bin Deine Neugier, wenn Du den Blütenduft nur aus der Ferne riechst. Ich bin die Trauer in Deinem einsamen Gesang. Ich bin die Wut auf dieses falsche Gold. Ich bin die Sehnsucht nach dem Leben. Ich bin Deine Begleiterin bei all Deinen kommenden Abenteuern. Und ich werde Dich auffangen, wenn Du einmal stolperst oder wenn Du einen Traum verlierst. Ich werde mit Dir weinen, wenn Du traurig bist und werde mit Dir lachen, wenn Du fröhlich bist. Und nun komm. Lass uns gemeinsam unsere ersten Abenteuer bestehen.“

Liebe ist winzig klein und riesig groß

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Liebe ist nicht alles, aber ohne Liebe ist alles nichts.

Liebe kann Funken sprühen oder mit zarter Flamme leuchten. Sie ist manchmal laut und manchmal kaum hörbar. Sie ist immer da. Wir alle brauchen sie. Wir alle wollen sie. Und doch geben wir ihr zu wenig Raum. Wir haben Angst uns zu verlieren. Fürchten uns vor dem „was die anderen sagen“ und halten uns oft an die ungeschriebenen „Gesetze“.  Doch es tut sich etwas. Immer mehr von uns trauen sich, trauen sich zu leben und zu lieben. Denn Liebe ist so viel mehr. Sie ist das Lächeln im Gesicht wenn Du Deine Wuffiline (Hündin) beim schlafen betrachtest. Sie ist die Freude, wenn Deine Tomatenbabys ihr Köpfchen aus der Erde strecken. Sie ist das warme Gefühl, wenn Du ein Lachen in ein Kindergesicht zaubern konntest. Und auch die Trauer, wenn Du Dich auf irgendeine Weise verabschieden musstest. Sie ist der Halt in Deinem Leben, manchmal aber auch die Baumwurzel, die Dich stolpern läßt, wenn Du wieder verträumt die Baumwipfel betrachtest. Sie ist der Rythmus, mit dem Du mit musst. Sie ist der Sonnenaufgang, der Nebel, der Regen und die Sommerwärme. Liebe ist in Dir, wenn Du das tust, was Dir Freude macht. Egal, ob Du voller Begeisterung malst, musizierst oder schreibst, lebe das, was Du liebst und versuche Andere anzustecken, wer weiß, vielleicht weckst Du damit versteckte Talente? 🙂

Liebe ist unser wichtigstes Nahrungsmittel, nur mit Liebe leben wir. Liebe hat Verständnis, ist aber auch streng. „Nur wer nicht geliebt wird hasst“ (C.Chaplin) Liebe vesteht die Ursachen, akzeptiert aber keine faulen Ausreden. JedeR entscheidet sich jeden Tag neu. Das bedeutet auch, Du kannst Dich jederzeit umdrehen und Dich dem Leben zuwenden. Auch wenn dies manchmal schwer erscheint, Du hast vielleicht so viel Trauer in Deinem Herzen, so viele Enttäuschungen erlebt. Doch eines ist sicher, glücklich wirst Du nur mit Liebe, mit Liebe in Dir und mit Liebe, die Du verschenkst.

Stell Dir vor, alle Menschen würden freundlich zueinander sein. Stell Dir vor, wir Menschen würden achtsam mit Tieren und Pflanzen umgehen. Stell Dir vor überall wäre Frieden. Stell Dir vor, Dein Herz wäre so groß, dass Du die ganze Welt umarmen könntest. Stell Dir vor, Du bist ein kleiner Funken lebensspendender Wärme. Es ist Deine Entscheidung, jeden Tag.

Vielleicht kannst Du ein paar weitere Funken entzünden 🙂                                                                                                                                                                                                  Probiere es einfach mal aus!

 

 

 

Am 20. September zum Generalstreik! Fridays for Future!

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Wo ist Deine Veranstaltung? >>> Deutschlandkarte

Wir von FAIRändern e.V. unterstützen die Forderungen der Jugend von Fridays for Future (FFF) der Klimakrise endlich mit adäquaten Mitteln zu begegnen anstatt nur den schönen Worten zu frönen.

Die Klimakrise stellt für die Stabilität der Ökosysteme unseres Planeten und für Millionen von Menschen eine existenzielle Bedrohung dar. Eine ungebremste Erderwärmung ist eine enorme Gefahr für Frieden und Wohlstand weltweit. Mit anderen Worten: Wir stehen vor der größten ökologischen und sozialen Herausforderung der Menschheitsgeschichte.

Könnte der Mensch 500 oder gar 5000 Jahre alt werden, würde er all dies allein aufgrund seiner Erfahrungen und Erinnerungen begreifen können. Geschöpfe wie wir aber, müssen die nahe und ferne menschliche Vergangenheit studieren, um zu erkennen, welche Lebensweisen zukunftsfähig sind. Es liegt an uns.

Die entscheidenden Aufgaben, vor denen wir also stehen, bestehen darin, dass Wissen, das Geldvermögen und vor allem das soziale Kapital der Menschheit für die Vision einer nachhaltigen Welt einzusetzen, die Welt in eine Ökonomie der Dritten Revolution zu überführen und in eine kohlenstofffreie Ära. Z.B. mittels einer Gemeinwohlökonomie (GWÖ für ungeduldige) (GWÖfür weiter Interessierte).

Fridays For Future fordert die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°C Ziels. Explizit fordern wir für Deutschland:

  • Nettonull spätestens 2035 zu erreichen
  • Kohleausstieg bis spätestens 2030
  • 100% erneuerbare Energieversorgung bis spätestens 2035

Entscheidend für die Einhaltung des 1,5°C Ziels ist, die Treibhausgasemissionen so schnell wie möglich stark zu reduzieren. Deshalb fordern wir bis Ende 2019:

  • Das Ende der Subventionen für fossile Energieträger
  • mindestens 1/4 der Kohlekraft abschalten
  • Eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen. Der Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen muss schnell so hoch werden wie die Kosten, die dadurch uns und zukünftigen Generationen entstehen. Laut UBA sind das derzeit 180€ pro Tonne CO2

Weitere Infos auf: Fridays for Futur

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